Hintergrund

Sankt Gilgner Ebner-Eschenbach Symposium am 17. September 2016
Zum 100. Todesjahr von Marie von Ebner-Eschenbach.

Presse-und Sponsoreninformation

Motto: Vom Leben und vom Sterben.

Im Jahre 2016 jährt sich der Todestag von Marie von Ebner-Eschenbach zum hundertsten Mal, und daher haben wir für unser heuriges Syposium das Motto „Vom Leben und dem Sterben“ gewählt. Damit richten wir den Blick auf diese großen, nach wie vor ungelösten und vermutlich unlösbaren Rätsel des Daseins.

„Die Beschäftigung mit dem Tod ist die Wurzel aller Kultur“, konstatiert Friedrich Dürrenmatt. Und obwohl es zu diesem Thema keine Gewissheiten geben kann, hat es dazu seit Menschengedenken sehr sichere Überzeugungen gegeben. “Das Ende der Geburt ist der Tod, des Todes Ende ist Geburt, so ist´s verordnet“, steht in dem altindischen Epos Mahabharat. Ähnliches bringt Laozi zum Ausdruck, wenn er in seinem berühmten Lehrgedicht Taoteking sagt: “Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.“ Sachlich, fast pragmatisch ist die Einstellung Epikurs: „Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.“ Ganz naturwissenschaftlich dagegen klingt die Aussage des Zoologen August Pauly: „Als Geheimrat Hofschänzel begraben war, da zerfiel er in die Geheimräte Kohlensäure, Ammoniak, Wasser und Asche.“ - An dieser Vielfalt gegensätzlicher Anschauungen werden auch unsere Vortragenden nichts ändern können.

In der für das Symposium ausgewählten und wieder von Andrea Eckert vorgetragenen Novelle „Die Totenwacht“ begegnen wir der scharfen Beobachtungsgabe der Dichterin, ihrem unverstellten Blick auf menschliche Schwächen und Gemeinheiten, aber auch auf seelische Größe gerade bei den so genannten „kleinen“ Leuten. Die Germanistin und Literaturjournalistin Susanne Schaup wird in ihrem Vortrag der Frage nachgehen, inwiefern das Werk Ebner-Eschenbachs noch heute Aktualität besitzt und dem zeitlosen Bestand der deutschen Literatur zuzurechnen ist.

Mit dem Mysterium von Leben und Tod wird sich der Theologe Karl Essmann befassen, ebenso wie das Satiriker-Duo Martin Haidinger und Roland Knie.

Zur Einstimmung stellt Askold zur Eck Musikinstrumente aus seinem Museum vor, und zwar vornehmlich jene, die traditionell bei Geburts- oder Sterberitualen eingesetzt wurden.

Mit diesen Vorträgen, mit Lesungen, Musik, Kulinarium und Pantomimischem wollen wir diesen Gedenktag würdig und festlich begehen und dazu beitragen, dass die große österreichische Dichterin nicht in Vergessenheit gerät. Denn :“Tot ist nur, wer vergessen wird“, schreibt Immanuel Kant.

Wir bitten alle, die an unserer Veranstaltung Gefallen finden, um Unterstützung durch Geld- oder Sachspenden und vor allem durch zahlreiches Erscheinen beim Symposium. Unsere Sponsoren werden im Tagesprogramm wie immer mit Dank erwähnt.

Organisation:
Margret Frisch
Evelin Ried

Finanzielle Unterstützung erbeten an: RLB NÖ-Wien
IBAN: AT15 3200 0000 1210 2018
BIC: RLNWATWW

www.ebner-eschenbach.net